Fragen und Antworten

Nicht mehr als ca. 20 Karten für die Einzelarbeit, sonst ist die Person, die sich ein Bild aussuchen soll, überfordert. Wichtiger als die Anzahl und die Auswahl der Karten ist die innere Haltung des Klienten / der Klientin. Wenn ein Gefühl / Empfinden / Erleben da ist, das bisher noch nicht symbolisiert wurde, „kreuzen“ sich die Karten, die verwendet werden, quasi von selbst in den Prozess hinein.

Bewährt haben sich ca. 3-4 Karten pro Gruppenmitglied. Bei einer Gruppe von 20 Personen genügen ca. 60 Karten, um eine ausreichend hohe Varianz an Motiven zu gewährleisten, so dass „für jede und jeden was dabei ist“.

Das hängt ganz von der Gruppe ab und auch von den Kontextbedingungen. Für das Kartenset „Ich störe“ beispielsweise (pädagogische Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen) wurden folgende Kriterien berücksichtigt, die zuvor begründet wurden:

1. Stammt das Bild aus dem Lebenskontext der Kinder und Jugendlichen?
2. Enthält es Schemata?
3. Enthält das Bild mehrere Aspekte zugleich, auf die sich das Kind beziehen kann?
4. Sind Elemente sichtbar, die sich in Bewegung oder Veränderung befinden?
5. Unterscheidet es sich in seinem Motiv und Farbgebung ausreichend von den anderen Bildern?

Auf ähnliche Weise können Sie Kriterienlisten erstellen für spezifische andere KlientInnen und Kontexte, und die Karten dementsprechend auswählen. Ich bin dabei gerne behilflich im Rahmen meines Coachingangebots.

Ja, natürlich! Die vier Schritte der typischen Sprachfindungsmethode sind sehr ausführlich und brauchen viel Zeit. Im Falle eines Morgenkreises ist es sinnvoll, das Ganze kürzer zu gestalten, z.B. einfach mit der Frage „Wie geht es mir heute morgen?“, zu der ein Bild gewählt werden kann.

Ja, natürlich ist das so. Aber das ist nichts grundsätzlich Schlechtes, sondern eine Ressource. Dann wird es z.B. möglich, dasselbe Bild neu zu interpretieren und anhanddessen auch Veränderungen, neue Perspektiven, neue Sichtweisen zu erkunden. Auch kleine Verschiebungen in der Wahrnehmung sind beachtenswert, aus diesen können „Unterschiede entstehen, die einen Unterschied machen“ (im Sinne der lösungsorientierten Beratung).

Die Arbeit mit den Bildkarten ist vielfältig anschlussfähig. So ist es z.B. denkbar, deine Bildkarte auf ein großes leeres A3-Blatt zu legen und das Bild drum herum weiterzumalen. Oder bestimmte Bildkarten können an festen Orten aufbewahrt werden oder bei Personen verbleiben. Auch die Kombination mit anderen Medien ist möglich, z.B. mit Musik. Die Bildkarten können auch eingebettet werden in ein ganz eigenes Konzept, dies ist z.B. bei www.thetaland.net der Fall. Dort unterstützt eine spezielle Auswahl an Sinn-Bildern® dabei, Prozesse des originären Denkens zu ermöglichen.

Wenn Sie weitere Fragen zum Einsatz der Karten haben, schreiben Sie mir eine Mail!